Sonntag, 19. Juni 2011

als wäre man gegen eine Wand gelaufen,

Um so ein bisschen von mir zu erfahren, erzähle ich euch einfach etwas aus meinem Leben. Grade die letzten paar Jahre waren nicht ganz so, wie sie hätten sein können, aber man kann ja nicht alles haben. 
Das alles mach ich mal in einer kurzen Zusammenfassung, weil wenn ich auf jedes kleine Detail eingehen würde, dann sitze ich 2016 noch hier. Meine Geschichte glieder ich einfach in mehrere Blogposts.

2008 war eigentlich ein ganz normales Jahr für mich. Ich war 14, ging zur Schule, tanzte und machte eben alles, was ein Teenager so machte oder eben nicht machen sollte.
Anfang August hatte ich dann diese Schmerzen in meinem rechten Fuß, die immer stärker wurden. Zu diesem Schmerz, war mein rechter Fuß ziemlich angeschwollen und glühend heiß. Da ich damals getanzt habe, habe ich das alles auf eine Sportverletzung geschoben und meinen Fuß immer dick mit Voltaren eingeschmiert. 
Da der Schmerz einfach nicht besser wurde, bin ich nach den Sommerferien direkt zum Kinderarzt gegangen. Dieser nette Onkel Doktor, der normalerweise Schnupfen und Windpocken behandelte, schickte mich sofort zum Röntgen. Da stellte sich dann heraus, dass da irgendwas am Sprunggelenk war, was da nicht hingehörte. Wir wurden mit einem Überweisungsschein, auf dem dick und fett "Verdacht auf Tumor" stand, ins Olgahospital geschickt. Wer liest sowas schon gerne und damals hätte ich mir nicht ausmalen können, was es denn dann bedeute, wenn ich tatsächlich diesen "Tumor" hätte. Ich hatte dieses Wort noch nichteinmal mit "Krebs" assoziiert. Am nächsten Morgen ging es dann los nach Stuttgart in dieses Krankenhaus, welches mir noch sehr viel Unglück bringen sollte. Ich war noch nie ernsthaft krank, hatte mir noch nie irgendetwas gebrochen und lag noch nie im Krankenhaus.
An diesem Tag wurde mein Fuß gründlichst von ca. zehn Ärzten untersucht. Ich wurde von oben bis unten durchgecheckt um nach weiteren Tumoren zu suchen, die vielleicht irgendwo in meinem Körper schlummerten.
Naja irgendwann nach 1000 weiteren Untersuchungen wurde dann eine OP empfohlen. Diese sollte schon 4 Tage später stattfinden. Bei dieser OP sollte mir ein kleines Gewebestück entnommen werden um dann sagen zu können, was denn da in meinem Knochen nicht stimmte. Ich war schon immer ein neugieriger Mensch, also fand ich es spannend operiert zu werden und mal etwas Neues zu erfahren. 
Das Testergebniss habe ich ständig verdrängt, denn ich war immer der Meinung, dass 14-jährige keinen Krebs haben, sowas hatten schließlich nur die Alten. 
Nach tagelangem warten, bangen, weinen, zittern, blöden Träumen und sinnlosen Hoffnungen, war ,an einem Dienstag, mein Testergebnis da.
Ende September 2008

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